Die Wahl für eine nachhaltige Verpackung in der Schweiz, es ist heute viel mehr als nur eine Fassade oder eine reine Marketingmassnahme. Für Schweizer Unternehmen im B2B-Sektor ist dies eine entscheidende strategische Entscheidung mit direkten Auswirkungen auf die gesetzliche Compliance, die Managementkosten, das Image der Marke und die langfristigen Geschäftsbeziehungen.
Dieser praktische Leitfaden bietet Ihnen die wesentlichen Instrumente, um sich im aktuellen Markt zu orientieren: Wir analysieren, was die Einführung für eine nachhaltige Verpackung in der Schweiz bedeutet, welche innovativen Materialien zur Verfügung stehen, welche Zertifizierungen unverzichtbar sind und welche gesetzliche Revolution bevorsteht.
Was “nachhaltige Verpackung” im B2B-Kontext bedeutet
Die Bezeichnung “öko-freundlich” wird oft zu pauschal verwendet und missbraucht. Wenn Sie eine echte Strategie für eine nachhaltige Verpackung in der Schweiz aufbauen möchten, müssen Sie berücksichtigen, dass Nachhaltigkeit im professionellen Sektor an drei Faktoren gemessen wird:
- Herkunft der Materialien: Nutzung von erneuerbaren Ressourcen, Sekundärrohstoffen oder recycelten Materialien.
- Lebenszyklus am Ende: Echte Recyclebarkeit in der Schweizer Wertstoffkette, Kompostierbarkeit oder die Notwendigkeit der thermischen Entsorgung.
- Auswirkungen der Supply Chain: Emissionen, die während der Produktion und des Transports der Waren entstehen.
Es gibt keine Universallösung. Die perfekte nachhaltige Verpackung in der Schweiz hängt von der Art der Ware, den internen Logistikprozessen und der Entsorgungsinfrastruktur Ihres Endkunden ab.
Der gesetzliche Rahmen: Was sich für Schweizer Unternehmen ändert
Der regulatorische Druck auf Verpackungen intensiviert sich in rasantem Tempo, angetrieben sowohl von den strengen Richtlinien der Europäischen Union als auch von den historischen internen Reformen der Eidgenossenschaft.
Das künftige Bundesgesetz über die nachhaltige Unternehmensführung (BNU)
Die Schweizer Gesetzgebung steht vor einem tiefgreifenden strukturellen Wandel. Der Bundesrat hat den Vorentwurf für das neue Bundesgesetz über die nachhaltige Unternehmensführung (BNU) in die Vernehmlassung geschickt. Dieses wurde als indirekter Gegenvorschlag zur neuen Volksinitiative zu diesem Thema konzipiert. Ziel dieser Reform ist es, den Schweizer Rechtsrahmen an internationale Standards anzupassen, insbesondere an die europäischen Richtlinien zu den Sorgfaltspflichten (CSDDD). Das BNU wird wesentlich strengere Kontrollen und umsatzabhängige Bussen für Grossunternehmen einführen, die gegen ihre Pflichten verstossen.
Obwohl KMU formell entlastet sind und nicht unter die direkte Anwendung des Gesetzes fallen, werden die Auswirkungen kaskadenartig entlang aller Wertschöpfungsketten zu spüren sein. Für grosse Wirtschaftsakteure wird es zur Pflicht, die ökologischen Auswirkungen jedes einzelnen Lieferanten im Detail zu überprüfen und darüber Bericht zu erstatten. Folglich erweist sich die Implementierung einer nachhaltigen Verpackung in der Schweiz als eine unverzichtbare geschäftliche Entscheidung für alle Unternehmen, die ihre B2B-Beziehungen schützen, zukünftige Audits bestehen und qualifizierte Partner auf dem Markt bleiben wollen.
EU Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR)
Die europäische Verpackungsverordnung führt präzise und verbindliche Pflichten zur Recyclebarkeit, zum obligatorischen Recyclinganteil und zur allgemeinen Reduzierung des Verpackungsvolumens ein. Für Schweizer Unternehmen, die in die Europäische Union exportieren oder Materialien von europäischen Lieferanten beziehen, sind die operativen und compliance-relevanten Auswirkungen bereits spürbar.
Single Use Plastics (SUP)
Die SUP-Richtlinie hat in der EU bereits zu einer radikalen Eliminierung zahlreicher Einwegkunststoffartikel geführt. Die Schweiz bewegt sich in eine ähnliche Richtung und hat durch die gezielte Revision der Produktverordnung spiegelbildliche und ebenso restriktive Massnahmen ergriffen.
ESG, CSRD und Berichterstattungspflichten
In Übereinstimmung mit den europäischen CSRD-Standards (Corporate Sustainability Reporting Directive) unterliegen grosse Schweizer Unternehmen zunehmend strengen Berichterstattungspflichten zur Nachhaltigkeit. Diese erzwungene Transparenz erzeugt einen starken geschäftlichen Druck nach unten: Um nicht aus den Lieferketten ausgeschlossen zu werden, erhalten mittlerweile auch Schweizer KMU Anfragen nach offiziellen Dokumenten und Zertifizierungen für die verwendeten Verpackungsmaterialien.
Die wichtigsten umweltfreundlichen Materialien von heute
Um den Anforderungen des neuen Gesetzes gerecht zu werden, können Sie verschiedene Lösungen für eine nachhaltige Verpackung in der Schweiz umsetzen:

Recycelter oder FSC®-zertifizierter Karton und Papier
Wellkarton bleibt die Referenz für die B2B-Logistik. Auf Anfrage können wir FSC®-zertifizierte Lösungen liefern, die garantieren, dass das Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt.
Bio-basierte Füllmaterialien
Die alten Styropor-Verpackungschips weichen fortschrittlicheren Lösungen. Flo Pak Bio beispielsweise ist ein Verpackungschip aus Pflanzenstärke: Er ist biologisch abbaubar, kompostierbar und löst sich in Wasser vollständig auf.
Kraftpapier und Polstersysteme
Als Ersatz für Luftpolsterfolie aus Plastik bietet Kraftpapier einen hervorragenden Schutz für schwere oder zerbrechliche Güter, senkt den CO2-Fussabdruck drastisch und erleichtert dem Empfänger das Recycling.
Internationale Zertifizierungen und Normen
Um die Wirksamkeit für eine nachhaltige Verpackung in der Schweiz zu belegen, spielen Zertifizierungen eine fundamentale Rolle gegenüber Geschäftspartnern:
- FSC® (Forest Stewardship Council): Globaler Standard für Zelluloseprodukte.
- EcoVadis: Bewertung der unternehmerischen Nachhaltigkeit von Lieferanten. Neupack verfügt über ein solides EcoVadis-Rating, was die Compliance unserer Kunden erleichtert.
- ISO 9001:2015: Internationaler Standard für Qualitätsmanagement. Für Neupack ist dies ein Siegel auf den internen Prozessen, um höchste Kundenzufriedenheit zu garantieren und das Fundament für eine effektive und erfolgreiche B2B-Zusammenarbeit zu legen.
Wie Sie mit Neupack eine umweltfreundliche Umstellung gestalten
Der Übergang zu einem Modell für eine nachhaltige Verpackung in der Schweiz muss schrittweise und analytisch erfolgen:
- Evaluierung der Verbrauchsmengen: Identifizieren Sie die Materialien mit dem höchsten Verbrauch (Schachteln, Klebebänder, Füllmaterialien).
- Analyse der Alternativen: Ersetzen Sie Standardartikel durch die Varianten der ECO-Linie.
- Überprüfung der Compliance: Wählen Sie Formate, die dem Bundesgesetz über die nachhaltige Unternehmensführung (BNU) entsprechen.
- Praxistests: Bewerten Sie die strukturelle Leistung der neuen Verpackungen vor dem Scale-up.
Neupack bietet einen umfangreichen Katalog mit über 2’000 Artikeln und eine stetig aktualisierte ECO-Linie, um Ihr Unternehmen bei diesem regulatorischen und kulturellen Wandel zu unterstützen.
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